Dienstag, 31. Januar 2017

Papatowai

Die Curio Bay ist phantastisch! Wir sind heute Morgen wieder bei strahlend blauem Himmel wach geworden. Ein Badetag am Strand war der Plan. Und was das für einer wurde. Morgens ist in der Bay offensichtlich nicht viel los. Wahrscheinlich weil die, die übernachtet haben, schon wieder auf der nächsten Strecke sind und die, die noch kommen wollen, noch nicht da sind. Da auch noch Ebbe war, war wirklich genug Platz da ;-)


Der Wind hat aber ganz schön geblasen. Wir sind dann auch mal bis zur Hüfte ins Wasser. Brrrr ... sehr frisch!

Mit der Zeit haben wir bemerkt, dass sich auf der anderen Seite der Bucht einige Menschen sammeln. Auf der Höhe waren auch einige Surfer. Mit dem Fernglas konnten wir unsere Vermutung bestätigen: Die Delphine waren wieder da. Sie waren aber recht weit draußen und bis wir wieder alles zusammen gepackt hätten ...

Unser Glück war, dass eine Familie Surfer sich in unserer Höhe in die Wellen gestürzt hat. Das hat dann die Delphine zu uns gebracht. Laura haben wir den Neopren übergeworfen und Tanja ist mit ihr raus. Da vergisst man schnell das kalte Wasser, wenn ein Herzenswunsch wahr wird! Ich bin beim wasserscheuen Paul geblieben. Die Hector Delphine sind ganz nah ran gekommen. Teilweise sind sie nicht mehr als einen Meter um sie herumgeschwommen. Es waren mindestens 3 von ihnen. Ein Erlebnis!

Gegen 14:30 ist dann der erwartete Regen aufgezogen. Wir haben dann Curio Bay verlassen und haben das 45km entfernte Papatowai angesteuert. Hier haben wir den DOC Campground bezogen. Der Rest des Tages viel draußen ins Wasser. Drinnen war die Stimmung bei Spiel und Spaß und mit den Erinnerungen des Morgens trotzdem prächtig. In einer Regenpause haben wir noch zu einem Strandspaziergang angesetzt, aber die Pause war nicht so lang wie unser Rückweg zum Camper. Ergebnis: viele nasse Kleider im Camper.

Morgen fahren wir nach Owaka. Seelöwen wollen wir noch sehen ... die großen ;-)

Montag, 30. Januar 2017

Curio Bay

Kaiserwetter und wir auf einer Tour entlang der Küste. Bessere Kombi gibt es wohl kaum!
Heute Morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein wach geworden. Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, gab es noch ne Runde Spiel und Spaß auf dem Spielplatz, während ich nochmal letzte Reisetipps von einem älteren deutschen Ehepaar abgegriffen habe, die grade eine 9-monatige Tour mit ihrem importierten Camper machen. Hab ja gestern Abend gedacht ich spinne, als da ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen einfährt!

Danach haben wir Slope Point angesteuert. Das ist (anders als Bluff) der wirklich südlichste Punkt Neuseelands. Dort haben wir auch wieder ein deutsches Paar getroffen, aus Bühlertal! Die Welt ist doch ein Dorf. Die wollen in 7 Tagen die Südinsel und in weiteren 7 Tagen die Nordinsel machen - verrückt. Viel zu schön hier, um so zu hetzen!


Nach Slope Point sind wir zu unserem Tagesziel der Curio Bay gefahren. Ein Traum! Wunderschöne Bucht, in der regelmäßig Hector Delphine zu sehen sind. Und dem war auch gleich so! Die Rezeption des Campgrounds liegt etwas über der Bucht. Von dort aus haben wir drei Delphine sehen können. Die sind aber ganz schön nah an die Surfer in der Bucht herangekommen. Als wir dann am Strand waren, war nur noch vereinzelt eine Rückenflosse etwas weiter draußen zu sehen. Egal. Wir haben in strahlendem Sonnenschein etwas entspannt. Das Wasser ist dann doch etwas zu kalt zum Baden. Zum Ende unserer Strandzeit kam dann noch 'ne Robbe an Land geschwommen. Offensichtlich recht üblich hier.


Gegen Abend haben wir uns dann zur anderen Seite der Bucht aufgemacht. Dort kommt fast jeden Abend ein Gelbaugen-Pinguin an Land. Ein besonderes Ereignis, denn die Gelbaugen-Pinguine sind die seltenste Pinguinart der Welt. Kein Wunder, dass sich bis zu 25 weitere Leute mit uns am versteinerten Strand getroffen haben, um geduldig auf den einen Pinguin zu warten. So gegen halb 8, nachdem wir ca 2 Stunden auf den Pinguin gewartet haben, haben wir aufgegeben und sind Richtung Wohnmobil zurück. Allerdings haben wir nochmal einen Lookout auf die Bucht angesteuert. Als wir dann dort waren und hinunter geschaut haben, haben wir unseren Augen nicht getraut. Da standen alle Leute im Halbkreis und 20 Meter vor ihnen - der Pinguin! Wir also nix wie los wieder zurück. Der Pinguin hat sich aber schön viel Zeit gelassen, bis er in den Hecken verschwand, um dort seiner Familie den Fang des Tages zu "übergeben". Das gab uns die Zeit, ihn aus der nähe zu beobachten, wie drollig über die Steine hüpfte.

Morgen werden wir nochmals die Bucht genießen, ehe wir uns etwas weiter nach Osten bewegen wollen. Einen favorisierten DOC Campground haben wir in Papatowai ausgemacht.

Sonntag, 29. Januar 2017

Invercargill, Bluff und Fortrose

Den Sonntagmorgen haben wir gemütlich angehen lassen. So, wie eigentlich fast jeden Morgen ;-) Den Spielplatz haben wir mal wieder fast alleine besetzt. Nachdem die Kinder genug hatten, sind wir Richtung Invercargill aufgebrochen.

Bei Invercargill kann man mal wirklich von einer Stadt sprechen. Viele Häuser, Geschäfte und sogar Industrie. Den Stadtpark haben wir dann erkundet und mal wieder einen schönen Spielplatz gefunden. Dieser war sogar mit Wasserspielen ausgestattet. Die 15 Grad und der heftige Wind hat Laura und Paul aber nicht davon abgehalten, diese ausgiebig zu nutzen. Klatschnass war vor allem Laura. Zum Glück war auch das die Zeit, zu der die Sonne so richtig hinter den Schleierwolken hervor kam.



Bluff liegt etwas südlich von Invercargill. Es ist ein lauschiges Fischerdörfchen, was wohl von der Austernfischerei lebt. Wir haben aber auch brach liegende Industriegebäude gesehen. Ob die Fischerei also noch so einbringlich ist, ist zu bezweifeln. Im Hafen konnten wir auch noch einige Kontainer sehen. Natürlich waren wir auch noch am südlichsten Ende, dem Stirling Point.


Unser heutiges Ziel haben wir dann mit Fortrose gefunden. Hier gibt es einen Stellplatz direkt am Meer. Aber es windet so heftig, dass ein Strandspaziergang dem Wind zum Opfer fiel. Schon wieder werden wir in den Schlaf gewogen.

Ab jetzt geht die Suche nach Pinguinen, Seelöwen und Delfinen los. Mal sehen, wie erfolgreich wir die kommenden Tage sind.

Samstag, 28. Januar 2017

Lumsden

Ein Nachtrag noch zum gestrigen Samstag. Wir haben auf der Suche nach einem Stellplatz in der Richtung nach Invercargill das kleine Örtchen Lumsden ausgemacht. Das liegt eine Stunde von Te Anau entfernt. Der Stellplatz war deswegen wie für uns gemacht, weil wer mitten im Ort einen kostenlosen Stellplatz mit Spielplatz bietet. Diese Kombination haben wir das erste Mal entdeckt. Den Stellplatz haben die Einheimischen rund um den alten Bahnhof wohl deswegen eingerichtet, weil sie so einige Geschäfte, Bars und Restaurants aufrecht erhalten können. Ansonsten wäre das Örtchen wohl schon längst ausgestorben. Früher war hier wohl ein zentrales Eisenbahnkreuz, was Leben und Geld in die Stadt brachte. Jetzt liegt es "nur" noch an der SH6, welche vom äußersten Süden in den äußerten Norden der Südinsel führt. Die Parallelen zur Route 66 sind deutlich zu erkennen und in Kombination mit den vielen jungen Leuten, die auf ihren Backpackertouren hier halt machen, hat das hier auch ein entsprechendes Flair. Wir waren gestern auch noch in einem Diner zum Abendessen, was den Namen "Route 6 Cafe&Bar" trägt.
Alles in allem ganz cooles Örtchen!



Freitag, 27. Januar 2017

Milford Sound

Wow! Milford Sound und Umgebung ist wirklich atemberaubend. Es war ja zu erwarten, dass es in dieser abgschiedenen Region kein Internet gibt, daher hier eine Zusammenfassung der letzten drei Tage.

Zuerst schien die Straße nach Milford Sound gar nicht so spektakulär, aber das änderte sich ca. 50 km vorher. Da beginnen nämlich die Felswände kerzengerade links und rechts der Straße empor zu ragen und das mehrere hundert Meter. Das alleine ist aber nicht das faszinierende. Toll wird das erst, wenn es wie bei uns am ersten Tag schüttet aus allen Löchern, und das meine ich ernst! Dann nämlich ergießen sich nämlich von diesen Felswänden unzählige Wasserfälle. Nur die tief hängenden Regenwolken machen einem dann noch einen Strich durch die Rechnung, denn dann kann man die Spitze der Felswand nicht mehr erkennen. Wir haben es versucht, aber auf Bildern ist dieser Anblick nur schwer einzufangen und wieder zu geben. Hier ein Versuch:


Und dann muss man auf dieser Strecke unbedingt den Homer Tunnel erwähnen. Warum ein Tunnel? Naja, in Europa erscheint die Einfahrt in einen Bergbau sicherer. Beim ADAC-1Test fällt er jedenfalls durch. Als erstens wird der 1953 fertiggestellte und 1200 Meter lange Tunnel tagsüber ampelgesteuert nur einspurig befahren. Er ist nur für Fahrzeuge bis zu einer Höhe von 3.81m und nur spärlich beleuchtet, so dass eigentlich Dunkelheit herrscht. Die Wände sind kahler Fels, wie er damals geschlagen wurde und Wasser dringt an manchen Stellen ein! Zudem führt er steil bergauf/-ab. Ein Erlebnis ;-)

In Milford Sound angekommen haben wir uns mal schlau gemacht, mit welcher der 5 Agenturen, wir denn welche Fahrt durch das Fjord machen wollen. Unspektakulär aber nötig. Wir haben uns dann für eine Fahrt am Samstag Morgen mit anschließendem Besuch im Discovery Center, einer kleinen Unterwasserwelt, entschieden. Dann haben wir unseren Campground bezogen, von dem aus man ebenso die oben beschriebene Szenerie beidseitig anschauen konnte. Der Campground hatte auch die bisher besten Duschen und Toiletten, das muss man hier mal herausstellen.

Die Nacht durch hat es so stark geregnet und so stark auf unser Dach geprasselt, dass wir nicht wirklich gut geschlafen haben. Allgemein ist das Fjordland eines der regenreichsten Gebiete der Welt. Jährlich fallen hier an ca 200 Regentagen zwischen 6.000 und 7.000 mm Niederschlag. Letztes Jahr waren es sogar 9.400 mm. Zum Vergleich, im Regenwald fallen zwischen 3.000 und 4.000 mm. Aber wie gesagt, es ist herrlich anzuschauen, wie das Wasser die bis zu 2.500 Meter hoch aufsteigenden Felswände herunter fällt. Ja, 2.500 Meter, ich habe nachgefragt!

Am Freitag hat der Regen etwas nachgelassen. Das haben wir genutzt, um die nähere Umgebung etwas zu erkunden. Natürlich haben direkt vorne am Fjord damit begonnen und haben dort einen kleinen Spaziergang gemacht. Danach sind wir mit dem Camper die Milford Road wieder etwas zurückgefahren und haben den ein oder anderen ausgeschilderten Spaziergang gemacht. Irgendwie war das Ziel immer Wasser. Wasserfälle, Wassersschluchten, Flüsse und Seen. Aber alles immer schön und beeindruckend.

Eine Geschichte muss ich hier aber noch erzählen: Wir haben zum letzten Mal in Queenstown eingekauft. Und haben uns mit dem Toast verkalkuliert. Das führte dazu, dass wir in Milford Sound ohne eine einzige Scheibe Toast aufgeschlagen sind. Wir dachten aber auch, dass es eine kleine Auswahl an alltäglichen Dingen für teures Geld geben würde, aber denkste! Nichts, gar nichts gibt's da zu kaufen. Bei der Fahrt am Freitag sind wir dann an einem Schild "Shop in 8km" vorbei gefahren. Da sind wir dann hin. 8km ungeteerte Straße und am Ende ein Einöd mit kleinem Campground, dessen Eigentümer den Eindruck eines linksradikalen Eigenbrödlers machte. Aber er hatte noch ein Toast zu verkaufen, aus der Tiefkühltruhe, für 5 Dollar, abgelaufen am 28.12.2016. Aber wir hatten wieder Toast!


Nach dem Abendessen hat der Himmel aufgemacht. Das haben wir zum Anlass genommen und sind nochmal vom Campground aus zum Milford Sound gelaufen. Dort waren zu dieser Zeit keine Tagestouristen mehr. Mit dem aufklarenden Wetter und dem abgeebbten Wasser, war das eine ganz andere Welt. Die Spitze des Mitre Peak war zu sehen, der mit 1600m höchste, direkt aus dem Meer aufsteigende Berg. Allgemein war es eine wunderschöne und ruhige Kulisse. Die Kinder sind die ganze Strecke (ca 2km eine Strecke) alleine gelaufen! Sie scheinen abends fitter zu sein. Da schlägt wohl ein Schneider-Gen durch.


Heute haben wir dann unsere Boots-Tour durch den Sound gemacht. Dabei haben wir gelernt, dass der Milford Sound eigentlich falsch heißt. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen einem Fjord und einem Sound. Ein Sound wurde durch einen Fluss geformt, ein Fjord durch einen Gletscher. Letzteres ist für den Milford Sound der Fall. Die Tour an sich war landschaftlich schön, sehr sogar. Wie alle Boote auf dem Fjord sind wir unter einen der herabstürzenden Wasserfälle gefahren und haben mit Gläsern das Wasser aufgesammelt, was man dann probieren konnte. War nicht grade ein hochgenuss, aber halt ein Spektakel. Ein weiteres Mal sind wir unter einen größeren Wasserfall gefahren, worunter man sich bei Bedarf auch stellen konnte. Bemerkenswert mit welcher Wucht das Wasser unten aufschlägt. Das sah aus der Ferne so idyllisch aus. Auch Robben haben wir wieder gesehen und Laura meinte auch, einen Pinguin gesehen zu haben. Den Abschluss der Fahrt machten wir im Discovery Center, welches ein frei schwimmendes Gebäude auf dem Fjord ist, in dem man drinnen 10 Meter unter die Wasserobefläche gehen kann und dann durch 12cm dicke Fenster die nahe Tierwelt beobachten kann. Insgesamt war die Tour OK, aber es waren auf dem kleinen Schiff zu viele Leute. Da wird wenig Rücksicht genommen, auch nicht auf Kinder.


Highlight war wohl dann, dass wir beim Mittagssnack im Havenbecken 4 Robben entdeckt haben, die die ganze Zeit vor uns im Waser geschwommen sind. Dass die sich so nah an die Zivilisation trauen, hätten wir nicht gedacht. Das bekam dann aber auch schnell wieder den Charakter eines Zoos. Schön war es aber trotzdem.

Danach haben wir Milford Sound wieder verlassen. Was ein Glück, dass heute den ganzen Tag die Sonne geschienen hat, denn so haben wir die Landschaft unter beiden Wetterbedingungen erlebt. Das machte auch die Fahrt selbst nocheinmal zum Highlight. Tanjas Favorit ist eher das sonnige Wetter, weil man die Berge bis zu ihrere Spitze sehen kann. Ich persönlich war eher von den überall herabstürzenden Wasserfällen beeindruckt, die zu 90% bei gutem Wetter verschwinden.


Jetzt sind wir wieder in Te Anau auf dem bereits bekannten Spielplatz (Das hatte unsere Unterkunft nämlich nicht). Wir wollen heute noch etwas weiter nach Süden kommen. Mal schauen, welcher einsame Stellplatz uns heute unterkommt. Und da wir nicht wissen, wie es da mit Internetverbindung so ist, heute schon mal etwas früher dieser Eintrag.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Te Anau


Es hat uns ganz schön durchgeschüttelt heute Nacht. Der Wind hat ganz ordentlich gepfiffen. In der Früh war dann das Wetter eher durchwachsen. Mal Sonnenstrahlen aus dem blauen Himmel, dann wieder Regentropfen aus bedrohlich dunklen Wolken. Der Wind hatte allerdings nachgelassen und so merkten wir schnell, dass in unserem Idyll doch noch wer lebte: Unsere ständigen Begleiter - die Sandflies. Ganz fiese Dinger, die uns schon die ganze Westküste entlang begleiten. Wir haben den Morgen noch aus unserem unerschöpflichen Fundus an Gesellschaftsspielen bestritten. Zur Mittagsschlafzeit sind wir dann Richtung Te Anau aufgebrochen. Beide Kinder haben während der Fahrt geschlafen. Wir haben die Aussicht genossen. Berge waren nach der Küstenstraße am Lake Wakatipu nur noch entfernt zu sehen. Es wurde flacher und man konnte weit sehen. Die Sonner zeigte sich mehr und öfter.

In Te Anau angekommen sind wir einmal durch die Stadt getuckert und haben dann am "Wildlife Center" Halt gemacht. So viel wild life war da aber nicht. Ein paar ganz interessante Vogelarten, aber zum Großteil Enten. Wir sind dann nochmal in die Stadt gefahren und haben einen tollen Spielplatz entdeckt mit einer langen 2er Seilbahn und einer Eltern-Kind-Schaukel. Das war ein cooles Teil




Nebenbei haben wir auch noch unverhofft eine Flugshow geboten bekommen. Aus dem Nichts tauchte ein Kunstflieger auf und vollführte über der 50 Meter entfernten Bucht mehrere Loopings und Luftschrauben. Beinahe wäre uns beim Staunen der Paul von der Seilbahn gefallen. Insgesamt ist auch Te Anau ganz nett. Belebtes Zentrum mit vielen Asiaten. Irgendwie sind mir heute die asiatischen Schriftzeichen an den Geschäften besonders aufgefallen. Tanja sagt, dass sich das eigentlich bisher durch alle Städte gezogen hat.

Wir haben uns dann gegen Abend auf die längste uns bekannte Sackgasse begeben: Die 120 km zum Milford Sound. Nach 25 km haben wir einen kleinen DOC Campground aufgesucht, auf dem wir die letzten Sonnenstrahlen des Tagss genossen haben. Morgen ist der Weg das Ziel, denn die restlichen 95 km versprechen sehr schön zu werden. Und die kommenden zwei Nächte haben wir uns in der Milford Lodge, dem einzigen Campground am Milford Sound eingbucht und wollen den Sonnenuntergang hinter dem Mitre Peak bestaunen (wenn das von dort aus überhaupt geht).

Dienstag, 24. Januar 2017

Queenstown und Wye Creek

Heute haben wir die 2000 km Marke geknackt. Wir sind vom schönen Wanaka nach Queenstown gefahren und haben einen kleinen Stadtbummel gemacht. Aber der Reihe nach:

Heute Morgen haben Laura und Paul zum letzten Mal das Riesentrampolin strapaziert. Währenddessen war genügend Zeit, den Camper wieder reisefit zu machen. Nach Queenstown ist es auch nicht weit. Die Straße führt über den Crown Range Summit auf 1076 Meter. Wir haben uns sagen lassen, dass dies die höchste geteerte Straße Neuseelands sei. Von dort hatte man einen tollen Blick hinunter auf Queenstown, welches am Lake Wakatipu liegt.

In Queenstown angekommen haben wir einen kleinen Stadtbummel unternommen. Eigentlich ganz nett da, aber wenn man aus der Idylle kommt, dann sind da doch zu viele Menschen unterwegs. Queenstown machte auf uns den Eindruck, als wäre es der Funsport-Park Neuseelands. Überall konnte man Speedboat-Touren, Bungeejumping oder Fallschirmspringen buchen. Aber es gab auch viele nette Cafés in den schmalen Gassen der erstaunlich kleinen Innenstadt. Sowieso sind wir überrascht, wie klein eine weltweit bekannte Stadt doch sein kann. Wir kennen jetzt zwar keine Einwohnerzahl, aber das bebaute Land war überschaubar. Sowieso, aus dem See heraus steigen die Berge gleich an und bebaut sind nur so ca. 3-5 Straßenzüge hinauf.


Wir haben es dann aber beim Stadtbummel belassen und sind in südliche Richtung weitergefahren, wo wir abseites der Straße einen Stellplatz ganz für uns alleine am Lake Wakatipu gefunden haben. Wunderschöner Ausblick mal wieder! Vorgänger von uns haben hier schon mal eine Feuerstelle eingerichtet. Sehr zur Freude der Kinder. Wir haben dann auch fleißig zusammen Holz gesammelt, aber dann zog ein ganz heftiger Wind auf, der ein Feuer unmöglich machte und uns jetzt noch in den Schlaf wiegt.


Spaß hatten alle im sicheren Wohnmobil, als ich versucht habe den Quark, den ich mir vorher auf meinen Sonnenbrand geschmiert hatte, in der stürmischen Brandung abzuwaschen. Die Wellen haben sowohl Hose als auch T-Shirt durchnässt.

Morgen machen wir uns dann auf nach Te Anau, das Tor zu Milford Sound.